extra-spezial

ok, der plan war also folgender: wir bringen christos von rethymno nach chania zur fähre, um

zu dritt auf meinem esel
ihn gemeinsam zu verabschieden und fahren anschließend nach balos – eine wunderschöne lagune am westnördlichsten zipfel kretas. christos zog es aus verschiedenen gründen wieder in die heimat. wir hatten zuletzt eine sehr intensive und vor allem witzige zeit gehabt u.a. mit roadtrips, griechisch-einheiten und jede menge blödsinn in heraklion. 

 

pizza!!!

in chania wollten wir dann nur schnell ein paar freunde von andronis einsammeln, wurden aber der griechischen gastfreundschaft folgend im elternhaus fürstlich bewirtet und zum verweilen genötigt. da der wetterbericht ungünstiges für die nächsten tage an der angepeilten destination voraussagte, wurde nach kurzer beratung umdisponiert auf kedrodasos. dieser etwas versteckte strand östlich von elafonisi (bekannt für seinen rosanenen sand) war uns von einer vorherigen tour schon bekannt und bot sich auch an, da freunde und freunde von jenen dahin unterwegs waren.  

 

es fühlte sich an wie ein kleines lauschiges festival (nur ohne stages): in den umliegenden wäldchen waren hängematten aufgespannt und zelte aufgestellt, menschen kamen zusammen und waren glücklich und abends wurden kleine feuer entzündet und gegrillt. die tage tröpfelten dahin mit baden, schnorcheln, schlauchboot-fahren und seele-baumeln lassen.  

 


irgendwo da, wo sich kindliche neugier und adoleszenter übermut treffen -durch die gegenwart einer gopro nicht nur befeuert, sondern brandbeschleunigt- dort kommt mann (yep, ausdrücklich maskuliner terminus) auf die idee mit dem vom vati anvertrauten geländewagen ein bisschen am strand zu driften; unwissend natürlich, dass das automatikgetriebe ganz und gar nicht dafür ausgelegt ist. der spaß war also schnell vorbei und was blieb, war eine unschönes geräusch, das jedem automechaniker die tränen in die augen getrieben hätte (wir hatten dummerweise keinen dabei). die schadenfreude unbeteiligter war den fahrern gewiss, aber auch die erkenntnis, dass der ganze kladderadatsch plus die insassen, die ehemals in dem reichlich bemessenen fahrzeug befördert wurden, nun irgendwie mit unserem winzigen mietwagen nach balos müssten.

doch den unverzagten geistern der reisetruppe war dieser als challenge aufgefasste umstand nur eine weitere motivation die kleine landfahrt fortzusetzen. und so wurden alte tetris-skills ausgepackt und für campig-zeugs, taschen, schlauchboot, essensbox, harpune, tauchausrüstung, electronics usw. ein plätzchen gefunden.

 

auf der wanderung talwärts zur lagune trafen wir auf einen wandersgenossen in gegengesetzter richtung, der uns vor dem einsamen und eisernen wächter des strandes warnte, der unten haust und der seine aufgabe, menschen des nachts fernzuhalten ganz verinnerlicht hätte und als seine bestimmung ansähe. und tatsächlich wurden uns unwirsche ruf- und lichtzeichen zuteil, sodass wir die gesellschaft der ziegen in den bergen für die nacht vorzogen.


der morgen offenbarte uns ein naturspektakel, das unsere erwartungen weit übertraf und das beim näherkommen mehr und mehr wunder zuvörderst trug. ein perfekter ort, den es im vermächtnis albert hofmanns zu entdecken galt!


nach diesem eindrucksvollen tag reichte unsere psychedelische kraft leider nicht aus, den willen des einsiedlers zu brechen und so
mussten wir uns wieder an unseren -inzwischen liebgewonnen- platz in die berge verziehen. 

spiel nicht mit den schmuddelkindern!


doch der der nächste tag lud ein zu neuen abenteuern. also wurde das schlauchboot zurecht gemacht und gen gramvousa in die wellen geschoben. und ob auch beide paddel brachen, so erreichten wir doch den strand des kleinen eilandes. dort wurden wir zwar für bescheuert erklärt, aber anschließend auch mit den reichlichen resten eines barbecues bewirtet und durften am strand schlafen.


tags drauf wurden wir sogar per shuttleservice rückgeführt. noch ein bisschen verschallert, reichlich vollgesandet, verbrannt und etwas erschöpft, erlebnisgesättigt, im grunde einfach müde und zufrieden rollten wir, nachdem wir die beiden freunde noch bei ihren erleichterten eltern abgegeben hatten, zurück nach heraklion.

nochmal mit wolken

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